ZELTWEG. Mehr als 250.000 Besucher waren begeistert von den Flugvorführungen der 230 Jets aus 20 Nationen. Auch ein bisschen Wehmut schwang mit bei der zweitägigen Airpower 05: Der Saab Draken gab seine Abschiedsvorstellung.
Schon am Freitag strömten mehr als 80.000 Fans der heißen Eisen der Lüfte zum Fliegerhorst in Zeltweg. „Eine Veranstaltung, die alle Herzen höher schlagen lässt“, brachte es Generalmajor Erich Wolf, der Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte auf den Punkt. Die Vorführungen der besten Piloten der Welt waren „Airpower – Luftkraft – in ihrer schönsten und vielfältigsten Form. Und die Teilnahme so vieler Nationen war auch ein Beweis für die internationale Anerkennung, die Österreich genießt“, freute sich Wolf.
Mehr als 170.000 Besucher drängten am Samstag zum Flugspektakel. Der Massenandrang war dermaßen groß, dass der Shuttle-Busdienst eingestellt wurde, da die Besucher vom Parkplatz zu Fuß schneller zum Gelände gelangen konnten. Auch ein eineinhalbstündiges Gewitter und eine dadurch erzwungene Unterbrechung der Show konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Selbst wenn sich ein Teil des Publikums beirren ließ und vorzeitig auf den Heimweg machte.
Neben virtuosen Vorführungen etwa der Patrouille de
France, der Patrouille Suisse, den Red Arrows, den berühmten Frecce Tricolori oder den Kunstflugpiloten beim Red Bull Air Race gab es auch einen historischen und zugleich ein wenig wehmütigen Moment der österreichischen Luftfahrt: das letzte Solo-Display des Saab „Draken“, der vom begeisterten Publikum mit Ovationen verabschiedet wurde.
Ob es eine Airpower 07 geben wird, steht noch nicht fest. Während ein Insider meinte, das hänge auch von der künftigen Armeestruktur ab, wollte Generalmajor Wolf zuerst eine Bilanz erstellen und diese dem Minister vorlegen. (eku)
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