Rund 100 Personen besitzen heute in Russland Privatjets. Das populärste Modell bei den russischen Neureichen ist das kanadische Flugzeug Bombardier Challenger 604, schreibt die Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta".
Exaktere Angaben über die Zahl der russischen Flugzeugbesitzer gibt es nicht. "Viele von Russen gekauften Maschinen fliegen unter der Flagge ausländischer Fluggesellschaften, auch wenn sie in Moskauer Flughäfen stationiert sind", sagt Sergej Morosow, Chef der Fliegergruppe "Planeta", die auf dem Markt der Geschäftsflugzeuge aktiv ist.
Es sei äußerst ungünstig, Flugzeuge ausländischer Hersteller nach Russland einzuführen und bei russischen Fluggesellschaften zu registrieren, meint Morosow. Die erste und wichtigste Ursache besteht in hohen Zolltarifen. Die zweite: Die Technik muss zertifiziert werden, was in Russland ein überaus komplizierter Prozess ist. Drittens: Das örtliche Service-Niveau ist unvergleichbar niedriger als im Ausland.
Die Gesamtzahl der privaten Luxusjets in Russland liegt bei 100 und hat einen Gesamtwert von einer Milliarde Dollar. Bis zum Beginn nächsten Jahres werden rund 70 weitere Maschinen hinzukommen: Westliche Firmen führen bereits Bestellungen russischer Tycoons aus.
Das populärste Modell bei den russischen Privatjetbesitzern ist die kanadische Maschine Bombardier Challenger 604. Unter den Modellen der heutigen Businessmaschinen ist sie mit rund 24 Millionen Dollar nicht die teuerste. Der Preis ist aber für die russischen Reichen nicht das wichtigste: Seit langem düsen Maschinen wie Gulfstream V (Stückpreis: 35 Millionen Dollar), Bombardier Global Express (40 Millionen Dollar) und Boeing Business Jets (50 Millionen Dollar) über Russlands Weiten.
Bald werde der "Oligarchen-Fliegerpark" ausschließlich aus Maschinen ausländischer Produktion bestehen, so Morosow. "Unser Park wird alt, neue Flugzeuge werden nicht mehr hergestellt. Faktisch ist die Jak-42 die einzige Maschine, die ins Ausland fliegen darf."(RIA)
Quelle:
http://russlandonline.ru