Von allem, was bisher in den Medien geschrieben wurde, finde ich den Artikel der OTZ am erhellendsten. Er zeigt, daß zum einen der Baum nicht erst seit gestern brennt, sondern offenkundig bereits seit längerer Zeit. Und er wirft ein bezeichnendes Licht auf die Gemütslage der politischen Entscheidungsgremien, die anscheinend in Richtung Resignation geht. Allein die Aussage, daß man bereits seit längerem erfolglos nach Investoren sucht, spricht Bände. Wenn es noch nicht einmal in wirtschaftlich guten Zeiten gelingt, einen privaten Finanzier zu interessieren, wie soll das dann jetzt gelingen? Ohne daß man die Braut ordentlich aufgehübscht, wird das nichts werden. Aber zum Aufhübschen braucht es Geld, was nicht zur Verfügung steht. Und wir reden hier nicht über ein paar hunderttausend Euro, sondern mehrere Millionen. Ein privater Investor wird sich mit Sicherheit für die nächsten Jahre sämtliche Risiken abnehmen lassen (siehe auch Infratil in Lübeck), insbesondere bei einem Monopolkunden wie FR. Mein gegenwärtiges Fazit: die Verkaufschancen gehen gegen Null.
@zet2k
Privat kann man mit den Menschen mitfühlen. Aber so hart, wie das klingen mag, als Entscheidungsträger in der Politik darf man das nicht. Ansonsten wäre es unmöglich, Fehlentwicklungen wie sie hier auftreten, zu korrigieren. Ansonsten bin ich mit dir völlig d'accord.
@admin
Ich gaube nicht, daß es noch Kampfpreise in LEJ oder DRS brauchen wird. Wenn alles so läuft, wie es sich jetzt andeutet, gibt es spätestens 2011 keine Marketingzuschüsse mehr und FR ist so oder so weg. Man kann sich übrigens mal versuchen vorzustellen, was FR jährlich europaweit so an Marketingzuschüssen einnimmt. Bei der Masse an Flughäfen, die angeflogen werden, dürfte der Betrag jenseits der 100 Mio Euro liegen. Das bedeutet nichts weiter, daß ein erheblicher Teil des FR-Gewinns von der öffentlichen Hand finanziert wird.
strulem
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