LEJpzig hat geschrieben:
Zum emotionalen Diskutieren habe ich auch nicht angeregt, aber angemerkt, dass das Urteil auf Menschen einwirkt, die nunmal menschlich und emotional Denken und Handeln, sprich, wie das Urteil auf Betroffene in anderen Regionen wirkt und welche Auswirkungen das auf deren folgendes Handeln in der Sache haben kann (Ansporn).
Es tut mir leid, aber irgendwie fehlt mir wirklich der Sinn, was du mir damit sagen willst. Klar, alles wirkt auf Menschen ein. Aber nochmal. Die sind nicht entrechtet, auch wenn die manchmal so tun und das glauben machen wollen. Das ist nicht über die gekommen wie eine Naturkatastrophe. Da wurde die gesamte Palette von Ausgleichsmaßnahmen abgespult - ja auch zu Recht. Und zu guter letzt gab es ja - in gerichtlicher Anerkennung der Situation - ein Verbot von Passagiernachtflügen. Aber wer sich dann immer noch hinstellt und so tut, als wenn er der arme rechtlose Betroffene ist, sorry, aber das hat nichts mehr mit Rechtsstaat zu tun, sondern das ist eine einseitige Parteinahme. Ehrlich da hält sich meine Mitgefühl in Grenzen. Da gibt es Menschen denen in schwierigeren Situationen weniger Rechte zustehen.
Und ich glaube nicht, dass dieses Urteil wirklich signifikante (emotionale) Auswirkungen hier haben wird. Was den Ansporn angeht, da habe ich auch meine Zweifel. Wieviele haben die letztens zur Demo nochmal mobilisiert? Das kann nicht den ihr ernsthafter Anspruch sein, dass noch mehr Rechte zugestanden werden, wenn die Betroffenheit so gering ist, dass es gerade mal für weniger als 100 Demonstranten reicht.
Und wenn ich heute im Sachsenspiegel den Vertreter der IG sehe und der genau mit dem Argument Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte kommt und allen ernstens behauptet, das heutige Urteil würde dort einfließen und dann noch so tut, als wenn es an der Situation für Leipzig was ändert, der ist entweder grenzenlos naiv oder er suggeriert vorsätzlich eine falsche Information. Und solche Leute kann ich als Verhandlungspartner nicht Ernst nehmen.